Musikfest 14. Juni 2014

Lübecker Nachrichten vom 11.06.14

Von Christina Düvell-Veen

Sarkwitz

Drei Wörter reichen ihm zur Beschreibung seiner großen beruflichen Leidenschaft. „Musik ist schön“, sagt Bernd Philipp Kloth. Der 42-jährige ausgebildete „klassische Gitarrist“ und Musiklehrer lebt mit Ehefrau Julia (36) und Sohn Tom Philipp (7) seit November 2012 in Sarkwitz. „Wir wurden in diesem lebendigen Dorf sofort ganz toll aufgenommen und möchten jetzt das einbringen, was wir am besten können“, sagen Kloths. Und das ist nun einmal der Umgang mit Noten und Tönen.
Kloth ist der Hauptorganisator vom „1. Tag der Musik in Sarkwitz“. Unter dem Motto „Musik liegt in der Luft“ soll der am Sonnabend, 14. Juni, ab 15 Uhr im und am Dorfgemeinschaftshaus in Sarkwitz gefeiert werden. Kloth: „Die Veranstaltung soll jungen Musikern, die noch nicht im Rampenlicht stehen, ein Forum bieten, um die Früchte ihres Übens zeigen zu können.“
Auftreten werden das Percussion-Ensemble „Trommelfeuer“ sowie der Kinderchor und das Gitarrenensemble aus Sarkwitz, Schüler der Musikschule Saitenschlach aus Pansdorf, Schüler der Musikschule Sterneberg aus Bad Schwartau sowie das Akkordeon-Quartett der Kreismusikschule Ostholstein.
Während Ehefrau Julia regelmäßig mit dem Kinderchor probt, trifft sich ihr Mann hauptsächlich mit den Trommlern. „Wer bei uns mitmachen will, muss bis vier zählen
können und Spaß haben“, wirbt er um weitere Ensemble-Mitglieder.
Er selber begann seine Karriere bereits als Vierjähriger bei der Musikalischen Früherziehung in der Kreismusikschule Ostholstein, und dort bekam er schon recht bald seinen ersten Komponistenpreis. „Ich konnte Noten lesen und schreiben, und ich habe sie auf einem Glockenspiel vorgetragen“, erinnert er sich.
Lohn für seine ersten Komposition, die er heute als „Kinderkram“ einstuft, waren ein Wasserball und eine Tafel Schokolade. Als Sechsjähriger dann musste er sich zwischen Klavier und Gitarre entscheiden.
Kloth: „Weil mich schon immer die vielen weißen Tasten am Klavier irritiert haben, wählte ich den Gitarrenunterricht.“ Heute sagt er: „Neben meiner Frau und meinem Sohn ist die Gitarre mein Leben.“
Dabei ist er musikmäßig überhaupt nicht festgelegt. Bernd Kloth liebt die Stücke aus der Renaissance ebenso wie Heavy Metal. Er hofft, dass auch die Zuhörer ihn am Sonnabend auf einer musikalischen Reise durch die Welt begleiten oder dass „sie sich von der Schönheit der Töne gefangen nehmen lassen“.
Am allerliebsten musiziert Kloth in Kirchen, denn: „Dort ist die Akustik am besten.“ In der von Saarburg in Rheinland-Pfalz wird er schon als „Meister der leisen Töne“ gefeiert.
Im Norden Deutschlands, so hat Kloth erfahren, ist die Resonanz auf Gitarrenspieler „eher überschaubar“. Der Eintritt am Sonnabend ist frei, ein Spendentopf wird aufge-
stellt. Nachmittags werden Kaffee und Kuchen, später dann Gegrilltes angeboten. Und wenn der erste ein Erfolg wird, so Kloth, wird es 2015 bestimmt einen zweiten Musiktag geben.

zur Website: www.musik-in-sarkwitz.de

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 Bernd Philipp Kloth (42) spielt am liebsten Gitarre, mag aber auch das
Schlagzeug. Er lädt zum ersten Sarkwitzer Tag der Musik ein.   Foto: Düvell-Veen

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„Trommelfeuer“: Das sind Enrico (vorne, von links) und Tom sowie Hannes
(hinten, von links), Moritz, Mika, Luca und Hannes. Foto: Kloth/hfr
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